27.03.2016

Osterfeuer

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Das war ein gehöriger Schreck zur Mittagsstunde, als wir vom Osterausflug zurückkamen und an der Straßenkreuzung unmittelbar vor Rosenfelde auf eine Polizeisperre trafen. Keine Weiterfahrt! Alle Fahrzeuge, die Richtung Rosenfelder Strand wollten, wurden zurückgeschickt. Nach etwas Überzeugungsarbeit, daß wir quasi in Spuckweite wohnen und rechtmäßige Anwohner sind, ließen uns die Beamten passieren, nicht jedoch, um uns sehr nachdrücklich (aber leider wenig konkret) einzuschärfen, „die Rettungsarbeiten nicht zu behindern“; wir hätten zudem sofort anzuhalten und zu Fuß weiterzugehen, sollten Einsatzfahrzeuge Platz brauchen.

Mit flauem Gefühl, was uns hinter der nächsten Kurve wohl erwarten würde, machten wir uns für die letzten dreihundert Meter bis zum Haus auf den Weg. Sogleich verrieten dichte Rauchwolken, was los war: Ein Nachbarhaus stand in Flammen! Selbst das beeindruckende Aufgebot an Feuerwehren aus Grube, Fargemiel, Dahme, Heringsdorf, Heiligenhafen und Oldenburg nebst Rettungsdienst, Polizei und jeder Menge Gerätschaften, Spezialfahrzeugen und sonstiger „Hardware“ konnte aber nicht mehr viel ausrichten. Reet fackelt nicht lange, aber intensiv. Die schöne historische Kate aus dem Jahr sechszehnhundertirgendwas brannte bis auf die Grundmauern nieder. Verletzt wurde niemand. Zur Ursache ließt sich vor Ort nichts Belastbares in Erfahrung bringen.

Die Garage vom Ferienhaus wurde kurzfristig zur Behelfscafeteria umgerüstet, um wenigstens ein bißchen zu einer entspannten Versorgungslage für die zahlreichen Helfer beizutragen. Das Wetter hatte sich nämlich in der Zwischenzeit unösterlich kühl und nieselig entwickelt. Der allgemeinen Laune tat das keinen Abbruch, wie unser Bild beweist (das selbstverständlich erst aufgenommen wurde, nachdem die Schlacht geschlagen war).

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